FUERTEVENTURA

Die zweitgrösste Kanareninsel fasziniert Wanderer durch ihre weithin menschenleere und karge Landschaft mit schwarzen Lavafeldern und zahlreichen Vulkankegeln.

 

Fuerteventura liegt von allen Kanarischen Inseln der afrikanischen Küste                   ( Westsahara)am nächsten ( ca.100 km Distanz).

 

Die höchsten Inselerhebungen sind mit rund 800m niedrig, hier können sich die Nordost-Passatwolken kaum anstauen

Die Insel ist unter diesen Umständen mit wenig Regen gesegnet und wirkt wüstenähnlich.

 

Auf Fuerteventura gibt es vor allem jede Menge Wind , der beim Wandern mit dem aufgewirbeltem Staub bleibende Eindrücke von einem Meersalzpeeling erzeugt.

Wenn es tatsächlich mal nicht windig ist, kommen gleich die Mücken.

 

Besonders nachts weht ein solch angenehmer Wind vom Atlantik her, dass diejenigen, die unter freiem Himmel im Osten einschlafen, frühmorgens  im Westen wieder am Strand aufwachen.

Man kann diese Durchschreitung von Ost ( Costa Calma) nach West auch am Tage bewusst in Angriff nehmen.An der engsten Stelle der Halbinssel Jandia sind nur ca.7 Kilometer zu bewältigen.

 

Auf Fuerteventura ist erst kürzlich einem häufig geäusserten Wunsch diverser Gäste entsprochen worden :Ein neues Hotel wurde genau dort errichtet, wo es hingehört , nämlich direkt in die Dünen von Corralejo.

Man spricht dann von einem " nahtlosem"Übergang zum Strand.

Die weissen Sandberge der Wanderdünen werden vom Nordostpassat unablässig in Bewegung gehalten,stehen eigentlich unter Naturschutz und sind ein wertvolles Ökosystem.

 

 

 

Pico de la Zarza 810 m

Der Pico del Zarza liegt im Süden auf der Halbinsel Jandia.    

 

Der lange einförmige Aufstieg auf einem Fahrweg verlangt zwar etwas Durchhaltevermögen, droben aber, im blühenden Steingarten des Gipfels, fühlt man sich am Dachfirst der Insel, die jäh 70m Richtung Atlantik abfällt.

 

Wenn die hartnäckige Passatwolke weicht,reicht der Blick bis nach Lanzarote.

 

Die Hotels vermitteln Wanderführungen auf den Gipfel.Da dann ein beachtlicher Teil mit einem Landrover zurückgelegt werden kann, ist die Tour dann nur noch halb so anstrengend.

Wir sind auf ca.580m Höhe gestartet und standen nach einer Dreiviertelstunde  auf dem Gipfel.

 

Trotz niedriger Höhe ist der Pico del Zarza neben dem Pico del Teide ein vergleichsweise anspruchvolles Gipfelziel, da die höchsten Punkte der anderen Kanaren sich in der Nähe asphaltierter Strassen befinden und mit wenig Aufwand erreichbar sind.

                                                                                                                      

 

Die Felsschlucht des Barranco de las Penjitas

 

In der Schlucht befindet sich die weissgetünchte Kapelle ERMITA DE LA PENJA.

 

Zuweilen, wenn der Wind über die Felsen streicht, ertönt hier ein unheimliches Klagen, wie wenn ein Geisterchor intonierte.